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Ressourcen der Perfektion

Trotz seiner Stellung als international renommiertes Juwelierhaus hält Cartier nur einen geringen Anteil an der weltweiten Gold- und Edelsteinnachfrage. Tatsächlich trägt die große Mehrheit der Schmuckprodukte keinen Markennamen. Dennoch haben wir beschlossen, mit gutem Beispiel voranzugehen. In Anbetracht unseres Bekanntheitsgrades und unserer hohen Qualitätsansprüche war dies eine fast selbstverständliche Entscheidung für Cartier.

Und so zählt der Kampf gegen Konfliktdiamanten zu den Prioritäten unserer Politik der „Corporate Responsibility”.

KONFLIKTDIAMANTEN

Die Vereinten Nationen definieren Konfliktdiamanten als „Diamanten aus Gebieten, die von Truppen oder Rebellen kontrolliert werden, die sich gegen eine rechtmäßige und international anerkannte Regierung auflehnen. Die Diamanten werden zur Finanzierung militärischer Angriffe gegen diese Regierungen bzw. gegen die Vorgaben des Sicherheitsrates genutzt”.

Der Begriff entstand in den 1990er-Jahren, als mehrere afrikanische Länder, wie beispielsweise Sierra Leone, Liberia oder Angola, von Konflikten erschüttert wurden... Die Konflikte führten zu einer großen Mobilisierung unter der Leitung der UNO. Die Förderländer für Rohdiamanten sowie die Diamanten ein- und ausführenden Staaten, Vertreter der Diamantenbranche und Nichtregierungsorganisationen haben sich gemeinsam für die Wiederherstellung des Friedens in diesen Konfliktzonen eingesetzt.

Das gemeinsame Ziel sieht vor, in diesen Ländern und insbesondere im südlichen Afrika eine wirtschaftliche Stabilität und Entwicklung sicherzustellen, wobei der gesetzlich geregelte Handel mit Rohdiamanten von entscheidender Bedeutung ist.

DER KIMBERLEY-PROZESS

Der Kimberley-Prozess wurde im Jahr 2000 durch das gemeinsame Bestreben der UNO, Diamanten fördernder Staaten, Vertretern der Diamantenbranche und Nichtregierungsorganisationen ins Leben gerufen. Ziel dabei ist die Unterbindung des Handels mit Konfliktdiamanten auf dem Weltmarkt. Seit September 2007 beteiligen sich 54 Instanzen in 81 Ländern (wobei die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten als ein einziger Teilnehmer gewertet werden) am Kimberley-Prozess, unter ihnen eine große Mehrheit der an Förderung und Handel mit Rohdiamanten beteiligten Akteure.

Im Rahmen des Kimberley-Prozesses wurde ein Zertifizierungssystem eingeführt, das am 1. Januar 2003 in Kraft trat. Demnach müssen Rohdiamanten in versiegelten Behältern transportiert werden, die anhand eines nummerierten und fälschungssicheren, von den Regierungsbehörden ausgestellten Herkunftszertifikats identifizierbar sind. Ländern, die sich nicht an diese Regelung halten, drohen Sanktionen und der Ausschluss vom Handel. Ergebnis im Jahr 2006: 99 % der gehandelten Rohdiamanten verfügten über ein Zertifikat, das sie als konfliktfrei auswies.

GARANTIESYSTEM „SYSTEM OF WARRANTIES (SOW)”

Das Garantiesystem gilt für geschliffene Diamanten und ist eine Ergänzung und gewissermaßen die nächste Etappe des Kimberley-Prozesses. Die gesamte Diamantenbranche hat sich verpflichtet, den Kampf gegen Konfliktdiamanten durch zusätzliche Maßnahmen zu unterstützen, die die Diamantenverarbeitung, Schmuckherstellung sowie den Vertrieb betreffen. Die Händler von geschliffenen Diamanten stellen eine Garantiebescheinigung aus, die jedes Mal weitergereicht wird, wenn der Diamant den Besitzer wechselt. Die Garantie bescheinigt, dass der Diamant konfliktfrei ist. Sie muss auf sämtlichen für diesen Diamanten ausgestellten Rechnungen aufgeführt werden.

CARTIER

Bei Cartier unterliegen alle Diamanteneinkäufe dem Garantiesystem und dies bereits seit dessen Inkrafttreten im Januar 2003. Wir verlangen für jede Diamantenrechnung eine Garantiebescheinigung.
Wie wir bereits in unserer Politik der „Corporate Responsibility” erläutert haben, geht unser Engagement weit über den Bereich der Diamanten hinaus. Es betrifft die Gesamtheit unserer Produktlinien und erstreckt sich auf 3 Bereiche – Ethik-, Sozial- und Umweltstandards.

Mehr Informationen über die Diamantenbranche erhalten Sie auf www.diamondfacts.org. Diese Website wurde auf Initiative des World Diamond Council eingerichtet, einer internationalen Organisation, die sich für die komplette Unterbindung des Handels mit Diamanten einsetzt, die aus Konfliktgebieten stammen oder die mit Menschenrechtsverletzungen in Beziehung stehen.

Cartier pflegt eine langfristige Kooperation mit seinen Lieferanten, die die Wertvorstellungen des Hauses teilen. Unsere Zusammenarbeit gestaltet sich täglich. Sie beinhaltet unsere Unterstützung bei der Umsetzung unserer Engagements.

DIE BESCHAFFUNGSPOLITIK VON CARTIER

Cartier beschafft seine Rohstoffe verantwortungsbewusst und achtet stets darauf, seine ethischen, sozialen und Umweltstandards weiter zu verbessern.


EDELSTEIN-TRANSFORMATIONEN IN VERSCHIEDENEN PHASEN

Um den Stein im Rohzustand in den Teil einer Schmuckkreation zu verwandeln, können traditionelle und „tiefgreifende Modifizierungen“ erfolgen:

1. Wachstum des Minerals: Während ihrer Wachstumsphase sind Mineralien oft hohen Temperaturen, extremem Druck und exogenen chemischen Elementen ausgesetzt, die in sie eindringen und die Kristallstruktur verändern können.

2. Rohbearbeitung: Traditionelle Methoden: Erhitzen zur Veränderung der natürlichen Farben. Im Gegensatz dazu stehen „tiefgreifende Modifizierungen“ wie das Einfärben oder Polymerimprägnierungen.

3. Schleifen & Polieren: Traditionelle Methoden: Die Verwendung von Wachs während des Poliervorgangs.

4. Behandlung nach dem Schleifen:

  • Traditionelle Methoden: Auffüllen von aufgeschliffenen Einschlüssen mit farblosem Öl.
  • „Tiefgreifende Modifizierungen“: Beschichtungen, Färben, das Auffüllen von Rissen mit Bleiglass, Erhitzen mit einer Chemikalien-Diffusion ...


DIE BEHANDLUNG VON FARBEDELSTEINEN BEI CARTIER

Cartier wählt ausschließlich Natursteine aus und bringt deren natürliche Schönheit zur Geltung. Synthetische Materialien oder Imitate kommen für die Kollektionen der Maison nicht infrage.
Für die Behandlung von für Schmuckkreationen bestimmte Edelsteine sind nur traditionelle, in der Branche übliche Methoden zugelassen, die gemeinhin nicht als „Modifikationen“ bezeichnet werden. Die Internationale Vereinigung Schmuck, Silberwaren, Diamanten, Perlen und Steine CIBJO sieht diese überwiegend nicht als Behandlungen an. 
Cartier verbietet die Anwendung von Methoden, welche die Zusammensetzung, Dauerhaftigkeit oder den Wert der Edelsteine verändern.


FOKUS AUF RUBINE, SAPHIRE UND SMARAGDE

Rubine & Saphire

Edelsteine mit einem Gewicht von mehr als einem Karat werden grundsätzlich nicht hitzebehandelt. Nur leichtere dürfen gebrannt werden.

Warum erhitzt man Rubine und Saphire?

Das Brennen ist ein allgemein angewandtes Verfahren zur Farbverbesserung.
Bei Rubinen entfernt die Hitze bläuliche oder bräunliche Nuancen, um ein intensives Rot zu erzielen. Bei blassen Saphiren intensiviert sie den Farbton, während dunkle von ihr aufgehellt werden. Nach dem Brennen bleibt die Farbe des Steins stabil.


Smaragde

Cartier erlaubt als Füllstoff nur farbloses Öl. Harzfüllungen sind nicht erlaubt.

Im Vergleich zu handelsüblichen Praktiken wird die Ölmenge sehr begrenzt:

  • höchstens „minimal“ für facettierte Edelsteine über 1 ct.
  • höchstens „moderat“ für nicht facettierte Edelsteine (Cabochons, Kugeln und gravierte Steine).


Warum müssen Smaragde geölt werden?

Smaragde sind Steine mit natürlichen Einschlüssen. Durch das Auffüllen der aufgeschliffenen Einschlüsse mit Öl lässt sich ihre Transparenz erhöhen. Diese Smaragd-Behandlung wird seit der Antike von Steinschleifern angewandt. Durch das Einölen entstehen keine irreversiblen Veränderungen oder Beschädigungen. Am wertvollsten sind die Smaragde mit den geringsten Auffüllungen.


DIE BEHANDLUNG VON EDELSTEINEN UND DIE WISSENSCHAFTLICHE EVOLUTION

Die Behandlungsmethoden und die Techniken zum Auffinden von Edelsteinen haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Die Edelsteine von Cartier werden von anerkannten Laboratorien analysiert, deren Beurteilung gemäß der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse erfolgt.


BIRMA: Unsere Haltung:

Gemäß seiner Selbstverpflichtung zu fortlaufenden Optimierungen hat Cartier bereits seit Dezember 2017 den Erwerb von Edelsteinen aus Birma (Myanmar) bis auf Weiteres eingestellt – unabhängig davon, wo sie geschliffen bzw. von wo aus sie exportiert wurden.

Cartier hat auch seine Zulieferer von Farbedelsteinen angewiesen, jeweils den Nachweis zu erbringen, dass diese nicht aus birmanischen Minen stammen.

UNSERE GOLDEINKÄUFE

In Anbetracht unserer herausragenden Position innerhalb der Schmuckbranche meinen wir, dass gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln über unsere eigenen Aktivitäten und die unserer Lieferkette hinausgehen muss. So betrachten wir es als unsere Aufgabe, innerhalb der Schmuckbranche eine weiter gefasste Rolle zu übernehmen, die sich insbesondere auf die Bereiche des Abbaus und der Produktion von Edelmetallen und Edelsteinen erstreckt.

In den vergangenen Jahren haben wir uns bemüht, die Herausforderungen unserer Branche besser zu verstehen, um sowohl für die Probleme im Bereich des Edelmetallabbaus im großen Stil als auch im Zusammenhang mit kleineren Minen passende Lösungen zu finden.

Die Herausforderungen betreffen soziale Missstände ebenso wie Umweltfragen. In diesem Zusammenhang werden teilweise erschreckende Fälle von Menschenrechtsverletzungen bekannt. Diese Vorfälle beschränken sich nicht nur auf die Schmuckbranche und so können sie auch nicht von den Unternehmen alleine gelöst werden. Sie sind auf die Unterstützung seitens der betreffenden Regierungsbehörden angewiesen. Dennoch enthebt dies die Unternehmen der Branche nicht der Pflicht, diese Herausforderungen anzugehen – schließlich ist ein Schmuckstück ein Geschenk mit besonderer Symbolkraft und unsere Kunden erwarten von uns, dass wir Sorge dafür tragen, dass sein Glanz echt und ungetrübt ist.

Die Goldlieferant:innen von Cartier haben sich schriftlich und unmissverständlich zu einer Beschaffung aus verantwortungsvollen Quellen sowie zu bestmöglichen Herstellungsverfahren und Zertifizierungen verpflichtet. Außerdem haben sie sich dafür ausgesprochen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um zu verhindern, dass Gold, mit dem Menschenrechtsverletzungen finanziert werden könnten, in die Beschaffungs- oder Verarbeitungsprozesse von Schmuck und Uhren gelangt. 

In Einklang mit unserem Exzellenzanspruch, den wir seit der Gründung unserer Maison im Jahr 1847 für uns erheben, verpflichtet sich Cartier einer Reihe von verantwortlichen und nachhaltigen Geschäftsprinzipien und -praktiken. Dazu gehört auch die nachhaltige Rohstoffbeschaffung. Wir bemühen uns, diese Praktiken und Prinzipien in sämtliche Produktlinien, zu denen auch Lederwaren zählen, einfließen zu lassen.

Wir arbeiten an der Entwicklung eines tiefergehenden und umfassenderen Verständnisses der weltweiten Lederproduktion und -verarbeitung sowie des Handels mit Leder und exotischen Häuten, um nachhaltiges Management und nachhaltige Zulieferpraktiken auf diesem Gebiet als feste Größen zu etablieren.

2009 TRAT CARTIER DER INITIATIVE FÜR NACHHALTIGEN LUXUS BEI

2009 schloss Cartier sich der Initiative für nachhaltigen Luxus („Responsible Luxury Initiative (ReLI)”) an, die sich aus Unternehmen der Luxusbranche zusammensetzt, die sich verpflichten, gute Sozial-, Umwelt- und Tierschutzpraktiken in ihre Geschäftsaktivität aufzunehmen. Dazu zählen auch nachhaltige Praktiken im Bereich der Beschaffungspolitik. Die Arbeitsgruppe wurde von dem Netzwerk Business for Social Responsibility (BSR) begründet, das zudem als Vermittlungsinstanz für die ReLI agiert.

Die Gruppe berät über gemeinsame Umwelt-, Sozial- und Managementfragen, mit denen sich die Luxusindustrie konfrontiert sieht. Ziel ist die Förderung von Transparenz, Wissenstransfer und eine übergreifende Kooperation innerhalb der weltweiten Lieferketten.

Der Ansatz der ReLI basiert auf:

  • Forschung im Bereich der Einflüsse auf sozialer und Umweltebene im Zusammenhang mit Beschaffungspraktiken
  • Beratung mit allen Beteiligten im Hinblick auf die Dynamiken im Bereich der Zulieferketten und mögliche Lösungsansätze im Sinne der Nachhaltigkeit
  • Kooperation mit Branchenkollegen in persönlichen Treffen und in Form von Telekonferenzen, um anstehende Themen zu benennen und mögliche gemeinsame Lösungen zu definieren.


Weiter Informationen finden Sie unter: www.bsr.org/en/collaboration/groups/responsible-luxury-initiative.

Im Zuge der Politik der „Corporate Responsibility” weitet die Maison Cartier ihre Pflicht, als beispielhafter Akteur zu agieren, nun auch auf die Parfumsparte aus.

Die Parfums von Cartier und ihre Nebenprodukte werden weder inner- noch außerhalb Europas an Tieren getestet und unterliegen den in Europa geltenden Parfum- und Kosmetikreglementierungen.

Im Rahmen unserer Geschäftsstrategie definieren und implementieren wir mit Hilfe aktiver Monitoring-Maßnahmen eine Auflistung, die die Verwendung bestimmter sogenannter sensibler Inhaltsstoffe über die geltenden Vorschriften hinaus verbietet oder einschränkt. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass im Sinne unseres Exzellenzanspruchs stets ein ausreichendes Maß an kreativem Spielraum bewahrt bleibt.

In allen heute von Cartier produzierten Parfums wird auf tierische Substanzen jeglicher Art verzichtet, darunter Zibet oder Castoreum, obwohl diese Substanzen bis heute nicht verboten sind. In den Parfumprodukten im weiteren Sinne (Bodylotion, Duschgel, Aftershave...) dürfen in den Duftformulierungen ausschließlich neutrale Derivate tierischen Ursprungs, z.B. Honig, verwendet werden.

Was die pflanzlichen Inhaltsstoffe angeht, haben unsere Partner und Lieferanten Maßnahmen zur Bewahrung der Pflanzenvielfalt ergriffen, die wir durch unsere Kreationen, Entwicklungen und Einkaufspolitik fördern (Beispiel: der Einkauf von Sandelholz aus Australien infolge einer Bestandsverringerung des Mysore-Sandelholzes in Indien).

Entsprechend unserer Philosophie der „Corporate Responsibility” möchten wir bei der Fertigung und Verpackung unserer Produkte Rohstoffe verwenden, die auf nachhaltige Weise produziert wurden.

PAPIER UND DRUCKERZEUGNISSE

Zusätzlich zur Verwendung von total-chlor-freiem (TCF) und elementar-chlor-freiem Papier (EFC), bevorzugt Cartier Papier aus umweltfreundlich, sozialverträglich und wirtschaftlich tragfähig bewirtschafteten Wäldern.

Gemäß unseren Grundsätzen wählen wir Rohstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern mit entsprechender Produktketten- und Materialzertifizierung.

VERPACKUNG

Im Bereich des Packaging hat Cartier eine Expertenfirma mit einer kompletten Lebenszyklusanalyse (LCA) für zwei der emblematischen Verpackungsprodukte beauftragt – die rote Cartier-Tasche und die roten Geschenkboxen, die für alle Cartier-Produkte verwendet werden. Die beiden Artikel wurden ausgewählt, da sie häufig und boutiqueübergreifend verwendet werden, um Uhren, Schmuck und Accessoires zu verpacken.

Die Lebenszyklusanalyse beinhaltete eine umfassende Datenerhebung - unter anderem in den Bereichen Rohstoffverwendung, Fertigungsprozesse und Transport für beide Produkte.

Die Studien identifizierten Optimierungsmöglichkeiten im Bereich der Umweltfreundlichkeit und wirkten gewissermaßen als Anstoß für das Einkaufsteam, gemeinsam mit den Lieferanten nach alternativen, nachhaltigen Faserstoffen als Ersatzmaterial zu suchen.

Künftig werden unsere roten Einkaufstüten aus Papier mit FSC-Label (Forest Stewardship Council) bzw. PEFC-Zertifikat (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) hergestellt.

Seit Ende 2009 werden die Bezüge und Überlappungen der roten Cartier-Boxen aus umweltfreundlicherem Material gefertigt, es werden zudem Plastik- und lösungsmittelfreie Beschichtungen verwendet. Das Deckschichtpapier der roten Boxen stammt zu 50 % aus Recyclingpapier und ist FSC-zertifiziert.

TEXTILPRODUKTE

Als Teil von Cartiers Umweltengagement haben wir unsere Rohstoff- und Materialanalysen über Edelmetalle, Edelsteine und Papierprodukte hinaus auch auf textile Rohstoffe ausgeweitet.

Aus diesem Grunde haben wir unser Service-Material einer eingehenden Analyse unterzogen (rote Beutel für Schmuck, Uhren und Accessoires). Seit 2011 werden diese Beutel mit Stoffen gemäß OEKO-TEX® Standard 100 gefertigt.

Die internationale OEKO-TEX®-Vereinigung ist ein Zusammenschluss von 15 bekannten Textil-, Forschungs- und Testinstituten in Europa und Japan mit Filialen und Informationszentren in weltweit mehr als 50 Ländern.

Der OEKO-TEX® Standard 100 ist ein weltweit einheitliches Test- und Zertifizierungssystem für textile Rohstoffe, Zwischen- und Endprodukte auf sämtlichen Produktionsebenen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Produkte schadstofffrei sind. Der Katalog der Testkriterien umfasst mehr als 100 Testparameter.

Seit 2013 werden sämtliche Boutique-Verkaufsbekleidungsstücke aus Textilien nach OEKO-Tex® Standard 100 gefertigt. Die Ausweitung der Reichweite unserer Analysen und Aktionen auf den Bereich der Arbeitskleidung ist eine selbstverständliche Weiterführung der Politik der sozialen Verantwortung Cartiers.

Obwohl unser direkter CO2-Fußabdruck im Vergleich zu anderen Industriesektoren relativ klein ist, setzen wir uns für die Minimierung der von uns verursachten Umweltbelastungen ein: Zu den Maßnahmen zählen Energieeffizienz-Initiativen in unseren Boutiquen, Optimierung der Energieausnutzung in unseren Fertigungsstätten ebenso wie Sensibilisierungskampagnen.

CO2-FUSSABDRUCK / KLIMANEUTRALITÄT

Wir sind uns unserer Rolle bei der Verringerung der Treibhausgasemissionen bewusst. Aus diesem Grund quantifizieren wir unsere jährlichen Emissionen und wirken auf ihre Reduzierung hin.

Unser CO2-Fußabdruck errechnet sich anhand eines Modells in Anlehnung an ein Instrument des Treibhausgas-Protokolls (GHG) des Weltwirtschaftsrats für Nachhaltige Entwicklung (WBCSD). Es handelt sich um ein international anerkanntes Modell zur Erfassung und Dokumentation von Treibhausgasemissionen.


DIE CARTIER BOUTIQUEN ALS AUSHÄNGESCHILDER FÜR UNSER UMWELTENGAGEMENT

Schmuck- und Uhrenprodukte benötigen ein qualitativ hochwertiges, leistungsstarkes und konzentriertes Beleuchtungskonzept.

In Anbetracht der Umweltproblematik und der wirtschaftlichen Konsequenzen der Boutique-Beleuchtung hat Cartier sein Beleuchtungskonzept mit dem Ziel überarbeitet, die spezifischen Boutique-Anforderungen mit einer Reduzierung der Umweltbelastung zu vereinbaren.

Die Suche nach umweltfreundlicheren Lösungen in Kooperation mit unseren Lieferanten begann bereits im Jahr 2002. Diese Suche führte Cartier gemeinsam mit seinen Partnern zur Entwicklung eines auf LED-Technologien beruhenden Konzeptes, das bei gleichbleibender Beleuchtungsqualität, erheblich geringerer Wärmentwicklung und einem um die Hälfte reduzierten Energieverbrauch insgesamt eine beachtliche Energieersparnis ermöglicht.

Das Cartier Beleuchtungs-Konzept umfasst eine Reihe neuer Anforderungen der nachhaltigen Entwicklung und neue, diesen Ansprüchen genügende Quellen. Sie sind konform mit den neuen baubiologischen HQE-Gebäudestandards, die auf die Berücksichtigung der drei Bereiche und Problemstellungen der nachhaltigen Entwicklung innerhalb des Lebenszyklus von Gebäuden abzielen.

Cartier ist eine der ersten Marken, die LED-Lampen zur Beleuchtung von Uhren- und Schmuckprodukten verwenden. Der Einsatz der neuen Leuchtmittel begann schrittweise, d.h. seit 2009 im Bereich Tischlampen und Wandvitrinen, seit 2010 für Ladentheken und Wandbeleuchtung und ab 2012 soll die Gesamtheit unserer neuen Boutiquen systematisch mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet werden.

Vertrauen ist die Grundlage der Schmuck- und Uhrenbranche. Es ist das allesumspannende Versprechen, das Cartier mit seinen Kunden verbindet, d.h. die Qualität und die Herkunft der Edelsteine, die Schönheit und Originalität der Kreationen, die handwerkliche Exzellenz, der Grad der technischen Perfektion, ein aufmerksamer Kundenservice und - in einer Welt, die immer stärker von Zukunftsängsten geprägt ist - unsere Verantwortung für Mensch und Umwelt.

Cartiers Leitlinien zur unternehmerischen Verantwortung [Cartier, Juwelier mit Verantwortungsbewusstsein] bilden das Fundament des ethischen, sozialen und umweltrelevanten Engagements des Unternehmens. Sie sind wegweisend für die Art und Weise, wie wir arbeiten. Sie stehen hinter dem Streben nach kontinuierlicher Verbesserung, das allen Mitarbeitern und Lieferanten produktlinienübergreifend gemein ist - vom Beginn bis zum Ende der Wertschöpfungskette.

LIEFERANTEN-AUDITPROGRAMM

Als gemeinsame Geschäftsgrundlage fordern wir von unseren Partnern, dass sie sich den gleichen hohen Standards unterwerfen, die auch wir uns gesetzt haben. Die praktische Umsetzung dieser Leitlinien innerhalb unserer Lieferkette wird anhand eines im Jahr 2007 auf den Weg gebrachten, umfassenden Auditprogramms überwacht.

Audits im Hinblick auf die unternehmerische Verantwortung werden von einem unabhängigen internationalen Unternehmen durchgeführt. Die Audits beinhalten einen umfassenden Kriterienkatalog, mit dem die ethischen, sozialen und umweltrelevanten Leistungen evaluiert werden. Das Programm gilt für Lieferanten aller Produktlinien und Geschäftsfelder – von der Rohstofflieferung über die Fertigung bis hin zum Verpackungswesen und zur Boutique-Ausstattung. Es wurde gemeinsam und partnerschaftlich mit den Lieferanten entwickelt und fördert einen Prozess kontinuierlicher Verbesserung durch den Austausch bester Geschäftspraktiken. In diesem Sinne und als Teil eines kompromisslosen Qualitätsanspruchs trug Cartier Sorge, dass zunächst die unternehmenseigenen Fertigungsstätten nach der gleichen Methodik evaluiert wurden, bevor sie auf externe Lieferanten angewandt wurde (Stufe 1 und Stufe 2).

DAS KALIFORNISCHE GESETZ ZUR TRANSPARENZ VON LIEFERKETTEN VON 2010

Das kalifornische Gesetz zur Transparenz von Lieferketten von 2010 (SB 657), das am 1. Januar 2012 im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien in Kraft trat, wurde erlassen, um von den Herstellern und Händlern mehr Informationen über ihr Engagement hinsichtlich der Bekämpfung von Sklaverei und Menschenhandel zu erhalten und so den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, verantwortungsbewusste Entscheidungen bezüglich der von ihnen erworbenen Produkte und unterstützten Unternehmen zu treffen.

Jeder unserer Lieferanten ist verpflichtet, sich den Grundsätzen zur unternehmerischen Verantwortung von Cartier [Cartier, Juwelier mit Verantwortungsbewusstsein] anzuschließen. Sie umfassen folgende Punkte

  • Wir achten und respektieren die grundlegenden Menschenrechte und die Menschenwürde des Einzelnen in Übereinstimmung mit der UN-Menschenrechtserklärung.
  • Wir dulden keinerlei Kinderarbeit und greifen nicht darauf zurück.
  • Wir dulden weder Zwangsarbeit, noch Einschränkungen der Freiheit von Mitarbeitern oder deren Familie.


Cartiers Lieferanten unterliegen regelmäßigen Audits durch unabhängige Dritte, die eine umfassende Bewertung in den Bereichen der Sozialstandards und der Regelkonformität, auch im Hinblick Zwangsarbeit, vornehmen.

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